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Kinostart: 2. November 2017

 

Ihr findet den Trailer auch auf  Youtube > und auf  Vimeo >

 

There´s a spy in the house of love …

Irgendwo in Ger(wo)many. Die Terroristinnen-Zelle „Female Liberation Army” (FLA) bereitet den Umsturz des Patriarchats und die Installation einer neuen weiblichen Weltordnung vor. Dazu hat ihre Anführerin Big Mother eine Gruppe von acht schwer erziehbaren Mädchen um sich gesammelt, die sie gemeinsam mit ihren Kameradinnen auf einem abgelegenen Landgut ausbildet. Nach außen hin ist das Anwesen als katholische Internatsschule getarnt. Um die Revolution zu finanzieren und die eigene Ideologie zu verbreiten, möchten die Frauen feministische Pornographie drehen und vertreiben. Doch als eine der „Internats¬schülerinnen” einen verletzten links-radikalen Soldaten im Wald entdeckt und heimlich in den Keller des Anwesens bringt, um ihn gesund zu pflegen, droht die strikte Hausordnung aus den Fugen zu geraten. Um die Revolution zu retten, muss Big Mother zu drastischen Mitteln greifen...

Der neue Film des kanadischen Kultregisseurs Bruce LaBruce („No Skin Off My Ass”, 1991; „Otto; or, Up with Dead People”, 2008; „Gerontophilia”, 2013) funktioniert als Fortsetzung seiner berüchtigten Propaganda-Porno-Satire „The Raspberry Reich” (2005). Nicht ohne Grund mögen mache bei der Geschichte an den jüngsten Film von Sofia Coppola denken: Wie Coppolas „Die Verführten” (2017) ist Die Misandristinnen ein Remake von Don Siegels Bürgerkriegsmelodram „The Beguiled” (1971). Das ungleich geringere Budget von Die Misandristinnen kompensiert LaBruce mit der Besetzung von queeren Underground-Stars (Susanne Sachße, Kembra Pfahler) und radikalen Regieeinfällen, die die Grenzen des guten Geschmacks bis aufs Äußerste ausreizen...

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Kinotermine

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Die neuesten Spielzeiten findet Ihr auf der Terminseite » der Edition Salzgeber.

 

Stadt:Kino:Spielzeit:
BerlinLichtblick26. Dezember 2017
BremenCity 46 23.-27. Dezember 2017
Frankfurt / Main  Pupille08. Januar 2018
MannheimCinema Quadrat  7.-13. Dezember 2017
MünchenWerkstattkino25.-27. Dezember 2017
 

Stand: 14. Dezember 2017 I Irrtümer vorbehalten

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Galerie

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Bruce LaBruce über seinen Film

Die Misandristinnen ist eine lose Fortsetzung meines Films „The Raspberry Reich” aus dem Jahr 2005. In diesem Film glaubt die Hauptfigur Gudrun, die Anführerin einer Terrorist_innen-Gruppe, dass heterosexuelle Monogamie eine bürgerliche Fehlkonstruktion ist, die beseitigt werden muss. Um ihr Ziel zu erreichen, überredet sie ihre vornehmlich männlichen, heterosexuellen Gefolgsleute, ihren revolutionären Eifer zu beweisen, indem sie miteinander Sex haben. Während der Film oberflächlich den Idealismus der Zeit der sexuellen Revolution und linksradikale Ideale anpreist, war er auch als eine Kritik an der radikalen Linken gedacht, insbesondere an deren Tendenz, nicht das zu praktizieren, was sie eigentlich predigen, sowie an der Aneignung von linksradikaler Motivik durch den Mainstream als „radical chic”.

Auch Die Misandristinnen handelt von einer Terroristinnen-Zelle. Diesmal geht es sich um eine Gruppe von essentialistisch-feministischen, lesbischen Separatistinnen, die sich die Female Liberation Army (FLA) nennen. Ihr Ziel ist der vollkommene Umsturz des Patriarchats und die Installation einer neuen weiblichen Weltordnung - eine Welt ohne Männer. Ihre Anführerin Big Mother führt gemeinsam mit ihrer Liebhaberin Dagmar und ein paar weiteren Kameradinnen ein katholisches Internat für schwererziehbare Mädchen, das in Wirklichkeit aber nur als Fassade für die Aktivitäten der Terrorzelle dient. Als Isolde, eine der acht Mädchen, einen verletzten Linksradikalen in den Wäldern entdeckt, entschließt sie sich, ihm zu helfen. Sie versteckt ihn im Keller des Internats und beginnt ihn gesund zu pflegen. Niemand sonst im Haus weiß von dem männlichen Gast, außer Isoldes „Mitschülerin” Hilde, die in Isolde verliebt. Als jedoch dieses und andere Geheimnisse enthüllt werden, kommt es im Internat zum Aufruhr.

Wie „The Raspberry Reich” funktioniert Die Misandristinnen, der im Jahr 1999 angesiedelt ist, sowohl als Satire und Kritik an der radikalen Linken und den Feministinnen der Zweiten Welle als auch als Feier auf die Ideale des Feminismus. Der Film ist ein vages Remake von Don Siegels Film „The Beguiled” (1971), er bezieht sich aber auch auf eine Reihe anderer Filme wie Robert Aldrichs „Das dreckige Duzend” (1967) und Eberhard Itzenplitz´ lange verdrängten Film „Bambule” (1970, nach einem Drehbuch von Ulrike Meinhof). Zudem ist Die Misandristinnen eine Hommage an den erotischen Film der 1960er und 70er Jahre, vor allem an Claude Chabrols „Zwei Freundinnen” (1968) und Nagisa Oshima „Im Reich der Sinne” (1976).

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Biografien

Bruce LaBluce

Bruce laBruceBruce LaBruce (Regie & Buch), geboren 1964 im kanadischen Southampton, gilt als einer der wichtigsten Vertreter des nordamerikanischen Queercore-Movements und des internationalen Queer Cinema. Nach der Filmschule in Toronto studiert er Filmtheorie an der New York University. Noch während des Studiums gibt LaBruce mehrere queere Punk-Magazine heraus - darunter auch das berüchtigte, mit G.B. Jones gegründete Fan-Zine J.D.s (1985-1991) - und dreht erste Super8-Filme. LaBruces kühner, auf groben 8mm-Material gedrehter Debütfilm „No Skin Off My Ass” (1991) gilt als eines der Hauptwerke des New Queer Cinema, der großen Erneuerungsbewegung des schwul-lesbischen Kinos in Nordamerika und Großbritannien. Schon hier ist seine Handschrift als Filmemacher klar erkennbar: eine transgressive Mischung aus Stilelementen des Independent-Kinos und einer dezidiert schwulen Pornoästhetik. Es folgen der stark autobiographisch gefärbte Film „Super 8 ½” (1995), das in L.A. angesiedelte Stricherdrama „Hustler White” (1996) und der Skinhead-Film „Skin Flick” (1998). Anfang der 2000er kommt LaBruce nach Berlin und findet eine kreative Zweitheimat. Hier entstehen die Satire „The Raspberry Reich” (2004) und das Zombie-Melodram „Otto; or, Up with Dead People” (2007). Für seinen generationsübergreifenden Liebesfilm „Geron” erhält LaBruce 2013 den Großen Preis der Jury beim Festival du Nouveau Cinema in Montreal. Sein Experimentalfilm „Pierrot Lunaire” wird 2014 mit dem Special Jury Prize beim Teddy Award der Berlinale ausgezeichnet.

LaBruce ist zudem Autor von drei Theaterstücken, die er selbst am Berliner Theater HAU - Hebbel am Ufer auf die Bühne gebracht hat. Er inszenierte zudem am Theater Neumarkt in Zürich und nahm am vom HAU initiierten Theaterprojekt „X-Wohnungen” in Johannesburg teil. LaBruce ist Autor der Autobiografie „The Reluctant Pornographer” und hat zwei weitere Bücher über seine Arbeit veröffentlicht: „Ride, Queer, Ride” und „Bruce(x)ploitation”. Zudem schreibt und fotografiert er für eine Vielzahl internationaler Magazine, Zeitungen und Blogs, u.a. für Index Magazine, Vice und The Guardian. Als Bildender Künstler wird er von der Berliner Galerie Peres Projects vertreten. LaBruce vielgestaltiges Werk wurde mit zwei Retrospektiven gewürdigt: 2014 in der Bell Lightbox im Rahmen des TIFF und 2015 im Museum of Modern Art in New York.

 

Filmografie (als Regisseur):

1987 I Know What It's Like to Be Dead (KF)
Boy, Girl (KF)
1988 Home Movies (KF)
1990 The Post Queer Tour (KF)
A Case for the Closet (KF)
Slam! (KF)
1991 No Skin Off My Ass
1994 Super 8½
1996 Hustler White
1998 Skin Gang (OT: Skin Flick)
2000 Come As You Are (KF)
2004 The Raspberry Reich (dt. auch: The Revolution Is My Boyfried)
2007 Give Piece of Ass a Chance (KF)
2007 Otto; or, Up with Dead People
2010 L.A. Zombie
The Bad Breast; or, The Case of Theda Lange (KF)
Weekend in Alphaville (KF)
2013 Geron (OT: Gerontophilia)
2014 Pierrot Lunaire
2017   Die Misandristinnen (OT: The Misandrists)
Ulrike´s Brain

 

 

 

Susanne Sachße

Susanne SachßeSusanne Sachße (Big Mother), Jahrgang 1965, war Mitglied verschiedener Theaterensembles und arbeitete am Berliner Ensemble u.a. mit Einar Schleef, Heiner Müller und Robert Wilson, ehe sie sich im Jahr 2000 als Schauspielerin selbstständig machte. Seitdem wirkte sie u.a. in Produktionen des HAU - Hebbel am Ufer und der Volksbühne, von Bruce LaBruce, Ron Athey, Barbara Weber, Milan Peschel, Sascha Bunge und Claudia Bosse mit. Für Keren Cytter, Heinz Emigholz und Yael Bartana trat sie in Videoarbeiten, Performances und Installationen auf. Mit Bruce LaBruce arbeitete sie bereits in „Pierrot Lunaire”, „The Raspberry Reich” und „Otto; Or, Up With Dead People” zusammen. Zudem war sie in Christophe Chemin´s „Seeking Me You Say Exhausted” (2009), Oskar Roehlers „Der alte Affe Angst” (2002) und Esther Gronenborns „Alaska.de” (2000) zu sehen. Sachße ist Gründungsmitglied des Kunstkollektivs CHEAP und der Band Ruth Fischer. Zudem war sie Co-Kuratorin der Festivals „Live Film! Jack Smith! Five Flaming Days in a Rented World” und „Camp/Anti-Camp - A Queer Guide to Everyday Life”, die 2009 bzw. 2012 im Arsenal - Institut für Film und Videokunst und im HAU stattfanden.

 

 

Kembra Pfahler

Kembra PfahlerSeit den 80er Jahren gilt Kembra Pfahler (Sister Kembra), geboren 1961 im kalifornischen Hermosa Beach, als eine zentrale Figur der New Yorker Underground- und Performance-Szene. „Ich wuchs in einer kleinen Surfer-Stadt auf”, erzählt Pfahler, „und alle anderen Kids hatten nichts anderes im Sinn als zu schwimmen und sich am Strand zu sonnen. Ich hingegen schaute mir den ganzen Tag Horrorfilme an.” Einen großen Einfluss auf Pfahler übten die Wiener Aktionisten aus, deren extreme Körperkunst den Rahmen für ihre eigene Arbeit bilden sollte. 1990 gründete sie die Burlesque-Freak-Show-Punkrock-Band The Voluptuous Horror of Karen Black, mit der sie seitdem auf Bühnen in der ganzen Welt auftritt und dabei konventionelle Vorstellungen von Weiblichkeit dekonstruiert und mit einer expliziten Mischung aus Lust und Horror verdreht.

 

 

Kita Updike

Kita UpdikeDie US-Amerikanerin Kita Updike (Isolde) arbeitet neben der Schauspielerei auch als Model und Sängerin. Die Misandristinnen ist ihr
Spielfilmdebüt.

 

 

 

 

Til Schindler

Til SchindlerTil Schindler (Volker), geboren 1993 in München, debütierte in dem Film „Nie gesagte Dinge” (2009) und spielte in „Die Aufnahmeprüfung” (2012) und „Jetzt Jetzt Jetzt”. Zuletzt war er in Yony Leysers queerem Liebesdrama „Desire Will Set You Free” (2016) zu sehen.

 

Cast & Crew

Buch & Regie  Bruce LaBruce
Kamera  James Carman
Editor  Judy Landkammer
Music scored by  BunnyCat Productions
Sound Designer  Manuela Schininá
Costume Designer  Ramona Petersen
Production Designer  Desi Santiago
Make Up & Hair Designers  CrisToni Florido Acosta
Sonia Balado Figueroa
Ass. Produzenten  Carla Arocha
Christopher B P Mahoney
Ausf. Produzenten  Alexandre Dieval
Claus Matthes
Björn Koll
Produzenten  Paula Alamillo Rodriguez
Jürgen Brüning
Sonja Klümper
Bruce LaBruce

Mit:

Big Mother  Susanne Sachße
Sister Dagmar  Viva Ruiz
Sister Kembra  Kembra Phaler
Sister Barbara  Caprice Crawford
Sister Grete  Grete Gehrke
Isolde  Kita Updike
Ute  Victoire Laly
Editha  Lo-Fi Cherry
Hilde  Olivia Kundisch
Ursula  Serenity Rosa
Antje  Sam Dye
Helga  Lina Bembe
Petra  Barb Ara
Volker  Til Schindler
Polizist  Dominik Hermanns

 

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„The Womanifesto”

The Female Liberation Army (a.k.a., the FLA) declares revolutionary war against the Fascist Capitalist and Largely Heterosexual Class aggregated under the Patriarchy and all its agents of murder, oppression and exploitation. We support by the force of our cunts the just struggles of all oppressed women for self-determination and independence. On behalf of all its constituents and affiliates and various lesbian sycophants, including certain select sympathetic gender insurgents, we the Female Liberation Army hereby announce that we have abducted the underground filmmaker and de facto member of the Gay Patriarchy Bruce LaBruce, and are holding him captive at an undisclosed location in the Ger(wo)man cuntryside. Our feminist squadistri will force the sissy cineaste, under threat of condescension and verbal abuse, to direct our lesbian feminist propaganda film, The Misandrists, in support of the forthcoming lesbian intifada.

Whether the general public wishes to support our cinematic salvo, or merely wants the little faggot LaBruce to be released, we encourage you to donate the sum of 23,000 Euros toward the completion of the film. LaBruce will not be released until our aptly titled mistresspiece, The Misandrists, is completed. Failure to adhere to the demands delineated herewith may result in the humiliation, teasing, taunting, cuckolding, cold-shouldering, and general raking over the coals of said director. Blessed be the Goddess of all worlds that has not made me a man! Down with the patriarchy!

A secret cell of feminist terrorists is planning to liberate women, overthrow the patriarchy, and usher in a new female world order. The group is led by Big Mother (Susanne Sachsse), who operates a school for wayward girls in the countryside as a front for a radical terroristic cell. When a young man, a radical leftist, who is running from the police, happens upon this remote female stronghold, one of the girls takes pity on him and hides him in the basement. His presence eventually disrupts the household and reveals a number of unexpected secrets, as the film moves towards its climax: the revelation of a new style of lesbian porn that is to be used as both propaganda tool and calling card for their new brand of female revolution.

 

Impressum

Verleih:

Salzgeber & Co. Medien GmbH

Prinzessinnenstraße 29
10969 Berlin

Tel. ++49-(0)30-285 290 90
Fax. ++49-(0)30-285 290 99

E-Mail: info@salzgeber.de
Web: www.salzgeber.de

 

Geschäftsführer:
Björn Koll

Amtsgericht Charlottenburg
HRB 52 317

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Umsatzsteuergesetz
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Inhaltlich Verantwortlicher
gemäß § 6 MDStV: Björn Koll

 

Pressebetreuung:

Christian Weber
Tel. ++49-(0)30-285 290 70

presse@salzgeber.de  |  Pressematerial

 

Ansprechpartner für Fragen zum Jugendschutz:
Daniel Blosat
Salzgeber & Co. Medien GmbH
Prinzessinnenstraße 29
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Tel.: 030 / 285 290 90
blosat@salzgeber.de

 

Realisation Website:
Thorsten Wißmann-Prinz
für Edition Salzgeber

 

 

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